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Huchting

Schaffung und Erweiterung niedrigschwelliger Angebote für Kinder in Huchting ohne Kitaplatz von 3 bis 6 Jahren!

In Huchting bleiben auch in diesem Jahr Kita-Kinder unversorgt. Im Bereich der Betreuung von Kindern u3 gibt es einen Nachfrageüberhang von 42 Plätzen und im Elementarbereich fehlen 63 Plätze. Der Kita-Ausbau schreitet in unserem Stadtteil nur langsam voran und absehbar werden auch im nächsten Jahr nicht alle Kinder versorgt werden können.

Dies führt neben einem Mangel an Betreuungsmöglichkeiten und dadurch mitunter zu Schwierigkeiten für berufstätige Eltern auch zu einem Mangel an Teilhabemöglichkeiten für die Kinder hinsichtlich frühkindlicher Bildung. Möglichst allen Kindern im Elementaralter von 3 bis 6 Jahren, die (noch) nicht in einem der bestehenden Kindertagesbetreuungsangebote betreut werden (können), soll daher schnellstmöglich zum Kita-Jahr 2021/22 gezielt ein zusätzliches niedrigschwelliges Angebot frühkindlicher Bildung gemacht werden. Hierfür können bestehende Angebote ausgebaut und neue geschaffen werden.

Ziel dieser Angebote sollen Spiel- und Lernmöglichkeiten sein, bei denen die Kinder etwa in einem Spielkreis nach dem Vorbild von Spielhäusern, auf einem betreuten Spielplatz oder in anderen Formen betreuter Begegnung und Förderung z.B. 3 Mal pro Woche für 2-3 Stunden in einer festen Kleingruppe gemeinsam spielen und lernen können. So können Kinder ohne Kitaplatz Sozialkontakte knüpfen, Freundschaften schließen und spielerisch Fähigkeiten im Bereich der Sprache und der Fein- und Grobmotorik erlernen. Die aktuelle Sprachstandserhebung von Kindern, die im Schuljahr 2021/22 eingeschult werden, hat ergeben, dass mit 60,7% mehr als die Hälfte aller Kinder in Huchting einen Sprachförderbedarf haben. Niedrigschwellige Betreuungsangebote können hier einen wichtigen Baustein der Sprachförderung für diese Kinder darstellen.

Träger und Initiativen sollen angeregt und aufgefordert werden, kreativ niedrigschwellige und vielfältige Angebote zu entwickeln, die von Elementarkindern ohne Kitaplatz genutzt werden können.
Die niedrigschwelligen Angebote ersetzen nicht den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz, sondern sollen bestehende pädagogische Bedarfe der unversorgten Kinder auffangen. Dies erfordert eine ausreichende pädagogische Qualifikation der eingesetzten Fachkräfte.

Der Beirat Huchting möge beschließen:
Der Beirat Huchting fordert die zuständige senatorische Behörde auf, schnellstmöglich, spätestens aber bis Ende Juni 2021, ein Kurzkonzept zur Schaffung neuer und Erweiterung bestehender niedrigschwelliger Angebote der frühkindlichen Bildung und pädagogischen Betreuung für Elementarkinder ohne Kitaplatz in Huchting vorzulegen und finanziell abzusichern. Hierfür ist es unerlässlich,
1. dass sich die Behörde mit den Trägern und Initiativen im Stadtteil, dem Ortsamt und dem Beirat zusammen setzt und entsprechende Angebote entwickelt.
2. Dass die Angebote entsprechend finanziell und personell ausgestattet werden.
3. Dass die besondere Situation des Stadtteils Huchting hinsichtlich der Sprachförderung berücksichtigt wird und in diesem Zusammenhang Fortbildungen für die Mitarbeitenden angeboten werden.

Die Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und DIE LINKE


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