Zum Hauptinhalt springen

Linke unterstützt Forderungen von Gen Z Protesten und kritisiert Vorverurteilung

Inspiriert von den Protestaktionen mit hunderttausenden Menschen in verschiedenen europäischen Ländern rufen auch in Bremen und vielen anderen Städten in Deutschland junge Menschen zu Protesten gegen Sparpolitik, steigende Lebenshaltungskosten, Wehrpflicht und ungerechte Lastenverteilung auf.

Anna Fischer, Landessprecherin Die Linke Bremen, kritisiert die Vorverurteilung, mit denen den Protesten von verschiedenen Seiten begegnet wird:
„Es ist das gute Recht von jungen Menschen, für ihre Rechte und für soziale Gerechtigkeit auf die Straße zu gehen. Forderungen nach Verbot der Aktionen sind einer Demokratie und demokratischen Parteien nicht würdig. Anstatt die Forderungen junger Menschen ernst zu nehmen und zu versuchen zu verstehen, wo so viel Wut und Frust herkommen, wird wild mit Mutmaßungen über die Proteste und die dahinterstehenden Aktivistist*innen um sich geworfen.“

Christian Gloede, bildungspolitischer Sprecher im Landesvorstand ergänzt: 
„Wir unterstützen die Forderungen der Gen-Z-Proteste, denn sie sind richtig. Wenn viele Menschen nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete oder Lebensmittel bezahlen können, wenn Bildungs-, Sozial- und Gesundheitssysteme ständig von Kürzungen und Qualitätsabsenkungen beeinträchtigt werden und nicht einmal für die Toilettensanierung Mittel zur Verfügung stehen, dann läuft offensichtlich einiges falsch. Es ist richtig, dass Jugendliche angesichts von Klimakrise, Bildungsnotstand und drohender Wehrpflicht für eine bessere Zukunft kämpfen. Es ist Zeit für ein umfassendes Umverteilungsprogramm von oben nach unten!“

Abschließend fordert Fischer: 
„Während sich in der Stimmungsmache gegen die Proteste auf Gewalt fokussiert wird, gerät aus dem Blick, dass auch in Frankreich hunderttausende Menschen friedlich demonstriert haben. Wir wenden uns gegen jedwede Versuche, demokratische Proteste zu unterbinden oder gar mit Einsatz der Bundeswehr zu verhindern, wie Teile der Jungen Union/CDU dies fordern. Damit begeben sie sich außerhalb eines gesellschaftlichen Konsenses. Dabei ist völlig klar, dass Gewalteskalationen, egal von welcher Seite, abzulehnen sind."

Zurück zum Kopf der Seite