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Tarifabschluss im Sozial- und Erziehungsdienst

 

„Unbestritten ist ein Einstieg in die Entlastung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst erreicht worden; die Einführung von zwei sog. „Regenerationstagen“ dokumentiert, dass auch die Arbeitgeber die überbordende Belastung von Erzieher*innen überwiegend aufgrund von Fachkräftemangel und vorenthaltener Vorbereitungszeiten endlich anerkennen“, kommentiert Christian Gloede, bildungspolitischer Sprecher der Linken den gestern am späten Abend erreichten Tarifabschluss im Sozial- und Erziehungsdienst. Und weiter: Die Zulagen signalisierten etwas Aufwertung, die Verkürzung der Stufenlaufzeit ab Oktober 2024 sei gut, bis dahin werden aber einige schon in Rente sein. „Insgesamt bleibt das Ergebnis hinter den Hoffnungen zurück. Ob es angenommen wird, entscheiden jetzt wohl die Gewerkschaftsmitglieder, die in den letzten Wochen sich herausragend für bessere Arbeitsbedingungen engagiert hatten.“

Damit liege der „schwarze Peter“ einer wirklich verbesserten Arbeitszeitstruktur mit angemessenen Vorbereitungs- und Kooperationszeiten bei der Politik. „Gerade eingedenk der fehlenden Kita-Plätze und der politischen Notwendigkeit, frühkindliche Bildung für alle Kinder sicher zu stellen, muss jetzt ein klares Angebot zur Entlastung der Beschäftigten im Rahmen kitagesetzlicher Regelungen erfolgen. Gleichzeitig müssen Perspektiven guter Rahmenbedingungen für frühkindliche Bildung entwickelt werden, die insbesondere auf die Stärkung ärmerer Stadtteile fokussieren, auch wenn sie aufgrund des Fachkräftemangels erst in einigen Jahren verbindlich umgesetzt werden können. Hier muss zeitnah das Gespräch mit den Interessenvertretungen der Träger gesucht werden“, betont Gloede.