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hartmut

Impressionen vom Sternmarsch gegen Rassismus

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Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

heute ist mein Todestag. Ich werde heute aufgeschlitzt. 

Das hat mir irgendein Anonymer Nazi per Mail geschrieben, weil ich diese Demo mitorganisiert habe. Wie ihr seht lebe ich, und wie ihr seht sind wir tausende, die sich heute nicht einschüchtern lassen, und gegen die rechten Hohlbirnen demonstrieren. Danke dafür! Aber auch wenn heute nicht mein Todestag ist… Seit 1990 sind in Deutschland mindestens 169 Menschen durch Faschisten ermordet worden. In das Streichholzschachtelweltbild von Faschisten passen keine Menschen mit dunkler Hautfarbe, keine Gewerkschafter*innen, keine Sozialist*innen. Auf dem Weg in ihre menschenverachtenden Diktaturen schrecken sie vor nichts zurück. Das wissen wir: Nicht nur aus der Geschichte, sondern ganz aktuell.

Aber es gibt bekanntlich viele Arten zu töten, nicht nur einem ein Messer in den Bauch zu stecken. Und das wenigste davon ist in unserem Staat verboten.
Wenn Europäische Fabrikschiffe das Meer vor dem Horn von Afrika leerfischen, und den Fischern keine Wahl bleibt, als zu fliehen – dann ist das Mord. 
Wenn Bomben und Raketen Made in Germany aus Flugzeugen und Tanks Made in Germany geschossen kommen, und der Waffendeal vorher politisch abgesegnet wurde – dann ist das Mord. Wenn ganze Familien auf dem Mittelmeer ertrinken, weil Seenotrettung kriminalisiert wird – dann ist das Mord!

Diese Mörder und Mörderinnen tragen keine Springerstiefel, sondern Anzug. Sie sitzen in Brüssel, in Berlin, in den Chefetagen, in den Parlamenten, in den Staatskanzleien. 
Mit einem Federstrich können sie mehr Menschen töten als ein Nazi mit einem Messerstich.

Ich habe keine Angst vor verrückten Nazis. Ich habe Angst vor grauen Bürokraten, die brav ihren Job machen, in einem anonymen System, das menschenverachtend ist.

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten. 

Wir leben! 

Lasst uns unsere Zeit nutzen, um gemeinsam zu streiten. Halten wir zusammen, als Kolleginnen und Kollegen, als Genossinnen und Genossen, als Freundinnen und Freunde. Unabhängig von Pass und Hautfarbe. 

Kämpfen wir für eine solidarische Gesellschaft, in der nicht der Profit zählt, sondern die Liebe. Kämpfen wir für eine Gesellschaft, in der genug für alle ist, und es keinen Grund mehr gibt für Neid und Hass. Kämpfen wir, nicht um des Kampfes willen, sondern für das Leben.


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