22. Januar 2013

Geplante Schließung des Friedhofs Woltmershausen

Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie plant insgesamt fünf Friedhöfe in Bremen zu schließen. Auffällig dabei ist, dass vor allem ‚ärmere‘ Stadtteile, wie Woltmershausen betroffen sind.

Die Friedhofsschließung in unserem Stadtteil ist aus sozialen, ökologischen und historischen Gründen nicht hinnehmbar. Die Schließung würde den hier wohnenden Angehörigen sowie Freundinnen und Freunde der Verstorbenen zumuten, lange Wege hinter sich zu bringen, um ihrer Toten gedenken zu können, was vor allem für Ältere und Behinderte eine große körperliche und meist auch finanzielle Anstrengung bedeuten würde, sind sie dann doch gezwungen, mit Bus und Bahn zum Ort des Gedenkens an ihre Verstorbenen fahren zu müssen, was Geld kostet.

Aus ökologischer Sicht wäre es fatal, wenn weitere Grün- und Freiflächen in Bremen verloren gehen würden. Es besteht die Gefahr der Privatisierung und Bebauung der Grundstücke, die in den Stadtteil eine der wenigen Parkflächen darstellen. Der historische Aspekt, der gegen eine Schließung der Friedhöfe spricht, ist die Verhinderung des Vergessens der mit der Geschichte verbundenen Namen von nicht mehr lebenden Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Der Beirat Woltmershausen möge beschließen:

Der Beirat Woltmershausen spricht sich gegen eine Schließung des Friedhofs im Stadtteil aus und fordert den Senator für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie sowie die Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft auf, sämtliche Pläne dieser Art zu verwerfen.

Mazlum Koc und Fraktion DIE LINKE im Beirat Woltmershausen