27. Juni 2018

Verwaltungsgericht zur Inklusion: Bremer Schulen müssen alle Kinder beschulen

DIE LINKE Bremen begrüßt die heutige Aussage des Verwaltungsgerichts, demnach sich keine Schule der Inklusion verweigern dürfe. „Ich bedauere, dass das Verwaltungsgericht sich einzig auf das Beamtenrecht bezieht und somit feststellt, dass die Schulleiterin des Bremer Gymnasiums Horn nicht gegen die Bildungsbehörde hätte klagen dürfen. Auf diese Weise wurde die Chance vertan, die Inklusion als Recht der Schülerinnen und Schüler stark zu machen“, so Florian Grams, behindertenpolitischer Sprecher des Bremer Landesverbandes der LINKEN.

„Inklusion bedeutet nichts anderes als die Verhinderung von Ausgrenzung. Inklusion ist ein Menschenrecht! Dabei liegt der entscheidende Perspektivwechsel, der mit der UN-Behindertenrechtskonvention gültiges Recht wurde, darin, dass sich bei der Inklusion die Bedingungen den Menschen anpassen müssen und nicht mehr die Menschen den Institutionen. Aus diesem Grund ist Inklusion ohne die notwendige sächliche, räumliche und personelle Ausstattung nicht denkbar. An dieser Stelle ist der Gesetzgeber in der Pflicht, die Bedingungen zu schaffen, die den Bedürfnissen und Anforderungen der Schülerinnen und Schüler entsprechen.“

DIE LINKE Bremen wird auch weiterhin alle Bestrebungen gegen Ausgrenzung und für Inklusion unterstützen.