Alle Jahre wieder ist im Dezember nicht nur Adventszeit und Weihnachten, sondern am 1. Dezember auch der Welt Aids Tag. Ein Grund für uns auch hier in Bremen auf lokaler Ebene das Thema und die damit einher gehenden Probleme Revue passieren zu lassen und Forderungen zu stellen.
Cornelia Barth, Landessprecherin der LINKEN erklärt: "Da ich selbst seit 20 Jahren in der niedrigschwelligen Drogenarbeit tätig bin, liegen mir diesbezüglich meine KlientInnen besonders am Herzen. Und leider ist es so, dass wir bundesweit von der Verfügbarkeit sterilen Spritzbestecks in den Gefängnissen inzwischen wieder weiter entfernt sind, als Anfang der 90 er Jahre. Aber auch die in anderen Großstädten etablierten Erweiterungen des Drogenhilfesystems wie Druckräume und Heroinverschreibung sind an Bremen aus fiskalischen Gründen spurlos vorübergegangen -- ein Umstand, der so nicht bleiben darf, wenn man von Prävention nicht nur reden, sondern auch entsprechend handeln will.
Ich erwarte, dass Bremen das Angebot der Drogenhilfe dem üblichen Standard von Städten vergleichbarer Szenegröße entsprechend erweitert."
Auch bei der Beratung und Versorgung infizierter und erkrankter DrogenkonsumentInnen ist der Bedarf unseres Erachtens keineswegs gedeckt. Gerade die Aidshilfe e.V., die sich auch intensiv und erfolgreich um diese mehrfach belastete Gruppe kümmert, bedarf einer besseren Ausstattung ihrer frei zugänglichen Beratungskapazitäten. Auch ist eine Ausweitung und Modifizierung der Betreuungsplätze erforderlich, um gestiegenem und verändertem Bedarf gerecht werden zu können.
Wenn wir dem Haushaltsbudget die Bedarfsdefinition überlassen, wird Bremen zum Armenhaus der Republik -- ein Umstand, mit dem die LINKE sich nicht arrangieren wird!