16. Juni 2018

Unterversorgung von Hortplätzen für Grundschulkinder in Horn-Lehe LINKE fordert Übergangslösungen für betroffene Eltern

Der Ausbau der Nachmittagsbetreuung für Schulkinder ist eine der wesentlichen Herausforderungen für das Bremer Bildungssystem. Doch durch den nach wie vor zögerlichen Ganztagsschulausbau fehlen dem aktuellen Bericht des Ressorts zufolge auch in Horn-Lehe Hortplätze.  Wie die Zahlen nach Abschluss des Vergabeverfahrens am 30. April 2018 deutlich machen, stehen für das kommende Schuljahr 2018/19 insgesamt 25 der sechs- bis zehnjährigen Grundschulkinder in den Ortsteilen Lehe und Lehesterdeich auf einer Warteliste und bleiben damit unversorgt.

Dazu Manfred Steglich, Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Beirat Horn-Lehe: "Für viele der betroffenen Eltern ist die fehlende Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder ein existentielles Problem. Besonders berufstätige alleinerziehende Eltern - und das sind nun einmal überwiegend Frauen - sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder auch über den Mittag hinaus betreut werden. Der Senat verspricht seit Jahren mehr Ganztagsschulplätze -  gefolgt ist dieser Versprechung leider wenig. Stattdessen wurden Stück für Stück bestehende Hortplätze abgebaut. Das Resultat sind 287 fehlende Hortplätze für Grundschulkinder in Bremen.

So lang der Ganztagsschulausbau dermaßen schleppend vorangeht, fordert DIE LINKE die bedarfsgerechte Wiedereinrichtung von Hortgruppen, um so die Unterversorgung bei der Nachmittagsbetreuung aufzufangen. Insbesondere die Grundschule Philipp-Reis-Straße kann sich angesichts der vorgelegten Zahlen keine weiteren Verzögerungen im beschlossenen Ausbau zur Offenen Ganztagsschule leisten. Hier ist der Senat gefordert, die Planungen für das anvisierte Ziel 2019 zügig umzusetzen. Zum Schuljahr 2018/19 erwarten wir, dass die Behörde den betroffenen Eltern im Stadtteil angemessene Übergangslösungen schafft."