11. September 2018

Richtfest für die Mensa der Huchtinger Grundschule Delfter Straße: Verständnisvolle Worte reichen nicht

„Ich freue mich, dass es nach einem monatelangen Stillstand endlich mit dem Mensa-Neubau vorangeht und Baufortschritte deutlich sichtbar sind. Eltern, Lehrkräfte und die Stadtteilpolitik haben auch lange genug Druck gemacht und dafür gesorgt, dass überhaupt angefangen wird zu bauen“, sagt Michael Horn (DIE LINKE).

„Es ist richtig, dass die Bildungssenatorin Claudia Bogedan auf die Belastungen für die Lehrkräfte und Schüler*innen hinweist, die der Baubetrieb mit sich bringt. Ein paar verständnisvolle Worte reichen da aber nicht aus. Ich erwarte, dass sich die Behörde überlegt, wie sie die Betroffenen ‚entschädigt‘. Die Durchführung einer Einweihungsfeier, bei der sich dann gegenseitig auf die Schulter geklopft wird, ist mir da zu wenig“, meint das Huchtinger Beiratsmitglied. „Der Senat sollte sich mal überlegen, ob und wie man bei den Lehrkräften und Schüler*innen nach dieser chaotischen Baurealisierung zusätzlich für einen positiven Abschluss der Baumaßnahme sorgt, beispielsweise durch die Finanzierung eines höherwertigen und besonderen Events wie einen Schulausflug, ein Konzert-Besuch oder ähnliches“, schlägt der Linkspartei-Politiker vor.

Die Bildungsexpertin der Huchtinger LINKEN, Lucie Horn, erwartet, dass die Behörden aus den Fehlern, die beim Mensa-Bau der GS Delfter Straße passiert sind, Lehren ziehen. „Sowohl bei der Grundschule Kirchhuchting als auch die Oberschule Hermannsburg und em Alexander von Humboldt Gymnasium stehen Baumaßnahmen an. Da muss besser vorgeplant und kommuniziert werden, damit es nicht wieder zu unnötigen und weiteren Bauverzögerungen kommt.“

Die Mutter zweier schulpflichtiger Kinder erinnert daran, dass der südlichste Bremer Stadtteil immer noch zu den sozial benachteiligten Quartieren der Hansestadt gehört: „Wir brauchen unter anderem dringend Doppelbesetzungen von Fachlehrkräften, eine finanzielle Steigerung der Inklusionszuweisungen und zusätzliche Stundenzuweisungen für Schulen mit hohen Sozialindikationen.“