30. September 2018

DIE LINKE stimmt dem Schulkonsens zu: Nun müssen die Mittel für Inklusion, Zugewanderte und arme Stadtteile auch schnell zur Verfügung gestellt werden

DIE LINKE Bremen hat Freitagabend auf einem außerordentlichen Parteitag im Gröpelinger Nachbarschaftshaus dem ‚Bremer Konsens zur Schulentwicklung 2018 – 2028‘ zugestimmt. Nach einer intensiven Debatte folgten mindestens Dreiviertel der Delegierten dem Antrag des Landesvorstandes.

Cornelia Barth, Landessprecherin der LINKEN in Bremen, kommentiert das Ergebnis: „Die intensive Debatte und das Abstimmungsergebnis haben gezeigt, dass die Beschlussfassung durch den außerordentlichen Parteitag der richtige Weg war und ich freue mich über das klare Ergebnis. In den Verhandlungen zum Schulkonsens ist es uns gelungen, mehr Gelder für die Schulen in armen Stadtteilen, für die Inklusion und für die Sprachförderung von zugewanderten Kindern zu vereinbaren. Jetzt ist es wichtig, dass diesen Worten auch Taten folgen. Es müssen noch vor der Wahl im Mai 2019 auf der Grundlage des gemeinsamen Papiers exakte Schlüssel entwickelt werden, wie die zusätzlichen Stunden der Lehrkräfte auf die Schulen verteilt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass ein kommender Senat, egal welcher Konstellation, mit dem Haushalt für das Jahr 2020 die weiteren im Konsens vereinbarten Mittel auch an die richtigen Stellen verteilen wird.“

Felix Pithan, neben Barth ebenfalls Landessprecher LINKEN in Bremen, ergänzt: „Wir sind nach wie vor der klaren Meinung, dass ein zweigliedriges Schulsystem die schlechtere Lösung gegenüber dem gemeinsamen Lernen in ‚einer Schule für alle‘ ist. Wir werden daher die zehn Jahre Laufzeit des aktuellen Konsenses nutzen, ein konkretes Konzept für ‚eine Schule für alle‘ zu erarbeiten und für die Zusammenlegung von Oberschulen und Gymnasien zu werben. Neben der Fortschreibung der Zweigliedrigkeit beinhaltet der Konsens aber auch ausführliche Aussagen zu einer personell besseren Ausstattung der Schulen. Hier werden langjährige Forderungen von uns erfüllt, die wir in die Konsensverhandlungen eingebracht haben. Aufgrund dieser Verbesserungen hat sich eine deutliche Mehrheit der Partei zur Zustimmung entschlossen.“

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