8. Mai 2018

AfD-Politiker Thomas Jürgewitz muss nach Facebook-Post aus dem Presseklub der Seestadt ausgeschlossen werden

Die AfD Bremen veröffentlichte am 1. Mai 2018 auf ihrem Facebook-Account eine Presseerklärung ihres stellvertretenden Bremer Landesvorsitzenden Thomas Jürgewitz der sich über einen Radio Bremen-Beitrag zu Verbindungen zwischen der AfD und der Identitären Bewegung (IB) ausließ. Siehe auch Anhang.

In dem AfD-Post wird unter anderem geschrieben: [Zitat] „Die Hatz gegen die Identitäre Bewegung: ein gebührenfinanzierter linker Journalist im Dienste der ANTIFA Radio Bremen, früher sprachen einige von Radio Hanoi, bleibt sich seit Michael Geyer (wer erinnert sich nicht noch an die nicht auszuhaltenden politischen Beiträge bei Buten und Binnen in den 80ern und 90ern?) treu und hat nun den ehemaligen TAZ-Mann und selbsternannten AfD-Hasser und ANTIFA-Aktivisten Jan Oppel unter den gebührenbezahlten Medienverdrehern eingestellt.“ Weiterhin steht dort: [Zitat] „Diese werden nicht vom VS beobachtet, von Radio Bremen und den anderen Lückenmedien aber als Lichtgestalten im angeblich braunen Sumpf gepriesen, dafür deren Militanz und Terrorismus ausgeblendet.“

Maja Tegeler (Mitglied im Landesvorstand der Bremer LINKEN) erklärt: „Nach meiner Ansicht werden in dem Facebook-Artikel der AfD Bremen Journalist*innen sowohl herabgesetzt als auch beleidigt und die Medien diffamiert. Für mich ist es unerträglich, wie diese rechtsextreme Truppe mit Kritik umgeht.“

„Laut Signatur ist Jürgewitz Mitglied im Presseklub Bremerhaven-Unterweser. Sollte diese Angabe zustimmen, muss der eingetragene Verein seine eigene Satzung wahrnehmen und den AfD-Funktionär nach diesem Post aus der eigenen Organisation ausschließen. Wer so schreibt, hat in einem Presseklub, der unter anderem die Verbindung mit allen demokratischen Kräften pflegen und sich der Förderung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens widmet möchte, nichts zu suchen.“, so die Sprecherin für Antifaschismus der Bremer LINKEN.