Zur Zeit wird gefiltert nach: Information

5. Oktober 2017

Unwetter in Bremen macht deutlich: Huchting benötigt neues Notfall- und Verkehrskonzept

Aufgrund des heutigen Unwetters fuhren zeitweise keine Straßenbahnen nach Huchting. Die Linien 57 und 58 fuhren sehr unregelmäßig im südlichsten Stadtteil. Zudem war die B75 wegen eines umgestürzten Baumes stadtauswärts zwischen Grolland und Huchting vollgesperrt. Während zwei Feuerwehrfahrzeuge sich bis auf 100 Meter zur Unfallstelle auf der Bundesstraße „vorkämpfen“ konnten, blieben zwei weitere Fahrzeuge der Feuerwehr auf der Höhe der Anschlussstelle im Verkehr stecken, weil die gebildete Rettungsgasse offenbar zu schmal war.  

„Meine im Juni auf der Beiratssitzung geäußerten Bedenken haben sich leider bewahrheitet. Die heutige Situation zeigt deutlich auf, dass das vom Innensenator Ulrich Mäurer im Huchtinger Stadtteilparlament vorgestellte Sicherheitskonzept im Süden Bremens nicht greift, wenn die B75, aus welchem Grund auch immer, dicht ist“, so Michael Horn (DIE LINKE im Beirat Huchting). Die Huchtinger Einsatz-Leitung der Polizei soll nach dem Willen Mäurers zur Wache beim Airport verlagert werden, die Bremer Feuerwehr startet vom Wandrahm aus zum jeweiligen Einstaz. Laut der gesetzlich vorgegebenen Zielsetzung muss die Polizei innerhalb von acht Minuten am Einsatzort sein, die Feuerwehr hat zwei Minuten mehr Zeit. „Der Innensenator muss mindestens für Huchting einen neuen Notfall-Plan erstellen“, fordert der Linkspartei-Politiker. „Huchting muss für Rettungskräfte und Einsatzfahrzeuge auch zu Verkehrsstoßzeiten schnell erreichbar sein.“

Horn erneuert seine Forderung nach einem Bahnanschluss für den Stadtteil. „Wenn der Verkehr in und nach Huchting stillsteht und die Busse beziehungsweise Straßenbahnen auch nicht fahren können, muss es für Huchtingerinnen und Huchtinger trotzdem möglich sein, mobil zu bleiben. Die Neustadt hat einen Bahnhof, Walle, Hemelingen, Mahndorf und Oberneuland auch. Der Senat muss sich dafür einsetzen und gegebenenfalls auch finanzielle Mittel bereitstellen, damit der südlichste Stadtteil Bremens auch wieder einen Haltepunkt für die Regionalbahn bekommt.“