31. Januar 2016

Zwangsarbeiter-Mahnmal in Huckelriede

Trotz starken Regens und Sturmböen kamen am Sonnabend, 30. Januar 2016, ca. 50 Menschen zur Einweihung des Mahnmals an der Straße "Am Dammacker". Auf dem dortigen Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt, auf dem früher die Pferdeställe der Hindenburg-Kaserne standen, wurden 1942 bis 1944 in einem Außenlager des KZ Neuengamme über 1000 Zwangsarbeiter und jüdische KZ-Häftlinge untergebracht und gequält.

Da die Veranstalter wohl nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet hatten, gab es leider keine Verstärkeranlage, so dass ich die Reden nur bruchstückhaft verstanden habe. Carsten Sieling betonte vor allem, dass die Initiative von unten, das heißt insbesondere von der Freiwilligen Feuerwehr (v. a. Wilfried Schleef, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt), aber auch von der Wilhelm-Kaisen-Oberschule und einer Neustädter Gedenkinitiative um John Gerardú, ausging. Die Ortsamtsleiterin, Frau Czichon, erläuterte in ihrer Rede, dass der Gedenkstein von Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Bremen gestaltet wurde und und noch nicht vollendet ist. Es soll ein antifaschistischer Lehrpfad entstehen, zu dem als nächstes das ehemalige Jüdische Bad in der Vohnenstr. 3 und das ehemalige KPD-Haus am Buntentorsteinweg 95, das später als Folterstätte der SA diente, hinzukommen sollen. Außerdem erwähnte sie anerkennend unsere Kameradin Inge Breidbach. Herr Schleef zeichnete ausführlich den Enstehungsprozeß des Mahnmals nach.

Abschließend wurde von der Feuerwehr zu Suppe und lockerem Gespräch in ihr Gerätehaus eingeladen.

Hartmut Stinton