21. Januar 2018

„Solidarität mit Afrin“

Tausende Kurden demonstrieren Bremen. Protest gegen die von Erdogan angekündigte Offensive gegen Afrin/Syrien
Mehrere tausend Kurdinnen und Kurden zogen am 20. Januar vom Bremer Hauptbahnhof zum Marktplatz, wo der Protest mit einer Kundgebung endete, unter ihnen auch weitere Bremer Bürgerinnen und Bürger, so der Bürgerschaftsabgeordnete der Partei Die Linke Peter Erlanson und mehrere Vertreter*innen des Bremer Friedensforum. Seit Tagen kündigt die türkische Regierung eine Bodenoffensive gegen die Kurden in der Stadt Afrin im Norden Syriens an. Schon wird die Stadt von türkischer Seite aus beschossen. Das ist bereits ein eindeutig aggressiver, völkerrechtswidriger Akt. Danach, so der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan soll auch die Stadt Mabidsch, ebenfalls auf syrischem Territorium, angegriffen werden. Von der deutschen Regierung wurde bisher dieses völkerrechtswidrige Verhalten Erdogans nicht verurteilt. Es trägt dazu bei, dass Syrien nicht zur Ruhe kommt.
Die Kurdinnen und Kurden klagen nicht nur die kriegerische Politik Erdogans an, sondern auch die Bundesrepublik Deutschland, die durch Verbot des Zeigens von Fahnen der kurdischen Organisationen YPG und YPJ durch Haus- und Vereinsdurchsuchungen und Rüstungsexporte die Politik Erdogans unterstützt.

Text und Fotos (mit freundlicher Genehmigung): Hartmut Drewes, Bremer Friedensforum