3. August 2017

Schulbeginn: Verkehrssituation im Sodenmatt-Quartier verbessern

Noch ist es ruhig in der Delfter Straße. Das wird sich heute aber ändern. Dann nämlich sind die Ferien zu Ende und die Eltern bringen ihre Kinder wieder in die KiTa beziehungsweise Grundschule.

Da auch die Wilhelm-Wagenfeld-Oberschule und das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium ihren Schulbetrieb wieder aufnehmen, wird es unterhalb der Woche gerade morgens zum altbekannten Verkehrschaos kommen.

„Es war während der Schulzeit in der Vergangenheit keine Seltenheit, dass PKWs morgens teilweise bis auf der Heinrich-Plett-Allee, Höhe Nimweger Straße beziehungsweise Höhe BTE-Trasse standen, weil die Delfter Straße wieder einmal verstopft war“, berichtet Michael Horn. „Auch die Ausweichstrecke über die Straße ‚Am Sodenmatt‘ brachte oft keine nennenswerte Entlastung. Wenn nun noch die Kindertagesstätte ‚Auf den Kahlken‘ ihre neuen Räumlichkeiten einweiht, eine weitere KiTa-Gruppe im Huchtinger Stadtteilhaus zusätzliche Kinder betreut und demnächst auch die Einrichtung ‚Zwischen den Dorpen‘ ihre Pforten öffnet, dann kommt noch mehr Verkehr in das Sodenmatt-Quartier“, vermutet das Beiratsmitglied.

„Wir wissen, dass in Huchting Kinderbetreuungsplätze fehlen. Daher ist es gut, dass der Senat endlich aufgewacht ist und neue KiTas baut. Es reicht aber nicht, nur Gebäude zu errichten. Auch die Infrastruktur Drumherum muss mitgedacht und gegebenenfalls angepasst werden. Ansonsten wird nur Chaos produziert sowie Ärger bei Anwohnern und Eltern.“ Er bemängelt, dass die Bremer Behörden trotz Hinweisen und Forderungen aus dem Stadtteilparlament im Vorfeld keine Maßnahmen getroffen haben.

Als gefährlich schätzt Horn zudem die Situation gerade in der ‚Delfter Straße‘, Ecke ‚Auf den Kahlken‘ ein. „Im Kreuzungsbereich wird teilweise wild angehalten, geparkt und gewendet. Mich wundert, dass hier noch kein Kind richtig zu Schaden gekommen ist.“ Der Linkspartei-Politiker kennt die Verkehrssituation vor Ort nur zu gut, da er seinen Sohn täglich mit dem Fahrrad zur dortigen Grundschule bringt.

Er fordert das Amt für Straßen und Verkehr auf, Abhilfe zu schaffen und den Zustand merklich zu entschärfen. „Eine Maßnahme wäre beispielsweise, das absolute Halteverbot nahe des Kreuzungsbereiches umzuwandeln in ein eingeschränktes Halteverbot“, regt der Stadtteil-Politiker an. Er weiß, dass es natürlich viel besser wäre, würden die Kinder gar nicht erst mit dem Fahrzeug zur KiTa oder in die Schule gebracht werden. „Dies ist aber nicht immer möglich. Mütter und Väter könnten in diesem sogenannten Eltern-Taxi-Haltestellenbereich – zeitlich begrenzt – gefahrlos anhalten, damit ihre Kinder dort aussteigen und zur Schule gehen können“, findet die bildungspolitische Sprecherin der Huchtinger LINKEN, Lucie Horn.    

Die zweifache Mutter, die ‚nebenbei‘ auch Elternsprecherin in der Klasse ihres ältesten Sohnes ist, appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich ab Donnerstag noch mehr als sonst vorsichtig und rücksichtsvoll im Straßenverkehr zu bewegen. „Viele Kinder machen sich in den kommenden Tagen erstmals auf den Weg zur Schule. Sie sind dann häufig noch unsicher und kennen sich in der Umgebung noch nicht so gut aus. Wir Erwachsene können durch unser Verhalten mit dazu beitragen, dass die jungen Schüler gefahrlos zum Unterricht kommen.“