5. Februar 2018

Bremer Räterepublik-Niederschlagung durch SPD-Reichswehrminister Noske

Foto: chh

Seit vielen Jahren gedenken Vertreter*innen vieler gewerkschaftlicher sowie politischer Organisationen und Parteien jeweils am ersten Sonntag im Monat der Bremer Revolution. So auch gestern.

Viele Bremerinnen und Bremer, darunter etliche Mitglieder der Linkspartei, fanden sich auf dem Westbremer Friedhof ein, um an der Opfer der Niederschlagung der Bremer Räterepublik vor 99 Jahren zu erinnern. Für DIE LINKE legten die Landesschatzmeisterin der LINKEN, Birgit Menz, und die Bremer Bundestagsabgeordnete Doris Achelwilm am Waller Mahnmal ein Blumengesteck nieder.

Nach Vorträgen des freigestellten Vertrauensmanns aus Osnabrück, Achim Bigus und des Gröpelinger Beiratssprechers (kommissarisch) und Raimund Gaebelein (DIE LINKE, VVN/BdA) fanden sich die Demonstrienden im Kulturzentrum Westend ein, um den Darbietungen von Aline Barthélémy zu lauschen.

Weniger als vier Wochen, genau vom 10. Januar 1919 bis zum 4. Februar 1919, regierte ein Arbeiter- und Soldatenrat in der Hansestadt. Für den damaligen SPD-Reichswehrministers Gustav Noske schien die „Sozialistischen Republik Bremen“ eine Gefahr darzustellen. Denn um in Deutschland ein Exempel zu statuieren, wurde seinem auf Befehl hin die von Adam Frasunkiewicz (USPD) ausgerufene Bremer Räterepublik brutal von der Division Gerstenberg und dem Freikorps Caspai niedergeschlagen. 81 Männer, Frauen und Kinder mussten ihr Leben lassen, 200 Menschen wurden verletzt. [mh]