27. Oktober 2017

Huchting: Sparkassen-Entscheidung unverständlich

Sparkassen-Filiale in Grolland (Foto-Montage | Bild 'Closed': www.pixabay.com/de/geschlossen-zu-gesperrt-stillgelegt-1656193/

Die Sparkasse Bremen hat ihren Huchtinger Kundinnen und Kunden mitgeteilt, dass sie zum Jahreswechsel ihren Standort in der Heinrich-Plett-Allee in eine SB-Filiale umwandeln und den Standort in der Brakkämpe in Grolland schließen wird.

„Die Sparkasse stellt die Betroffenen vor vollendete Tatsachen. So kann man nicht mit Kundinnen und Kunden umgehen“, kritisiert Michael Horn (Beiratsmitglied in Huchting). „Die Entscheidung des Geldinstituts, den eigenen Service deutlich zu reduzieren, hat für Grolländer und Mittelshuchtinger weitreichende Folgen, denn sie werden keine direkten Ansprechpartner*innen mehr vor Ort haben“, stellt der Linkspartei-Politiker fest. In diesen Quartieren gibt es dann keine Banken mehr.

„Als Alternative bliebe jetzt nur noch, weite Wege Richtung Innenstadt in Kauf zu nehmen, wenn Kundinnen und Kunden das direkte Gespräch benötigen. Während sie bisher nur ‚ein paar Schritte‘ laufen mussten, wird es demnächst mit Kosten verbunden sein, den Bankberater aufzusuchen“, merkt Horn an. „Die Umstellung wird auch gerade für ältere Menschen beschwerlich sein. Viele von ihnen ist der Umgang mit Computern ungewohnt. Daher wird für sie die Hürde zu hoch sein, ihre Bankgeschäfte ab sofort übers Internet abzuwickeln.“

Der Kommunalpolitiker erwartet, dass die Sparkasse Bremen ihre Entscheidung noch einmal überdenkt. „Wenn Dienstleistungen in den Quartieren immer weiter zurückgefahren werden, dann sinkt auch die Attraktivität dieser Stadtviertel. Das dürfen und werden wir nicht zulassen."