1. September 2018 Daniel Wessels

Antikriegstag 2018: Kundgebung auf dem Marktplatz Bremen

Am 1. September jährte sich der deutsche Überfall auf Polen - und damit der Beginn des Zweiten Weltkriegs - zum 79. Mal. Traditionell ruft die deutsche Friedensbewegung an diesem Tag zum Friedens- bzw. Antikriegstag auf. In Bremen lud das Bremer Friedensforum zur Kundgebung auf den Marktplatz ein. Auch DIE LINKE. Bremen rief zur Teilnahme an der Kundgebung auf. 

Neben zahlreichen anderen Friedensfreund*Innen und Genoss*Innen aus Kreis- und Landesverband, war auch unsere Bundestagsabgeordnete Doris Achelwilm vor Ort. Als Hauptredner traten auf: Wolfgang Lemb (Hauptvorstand der IG Metall, Frankfurt) und Markus Westermann (ver.di Bezirksgeschäftsführer Bremen-Nordniedersachsen).

Lemb verwies auf die Millionen von Menschen, die weltweit vom Hungertod bedroht sind, sowie auf die soziale Ungleichheit und die Armut, die auch in Europa und Deutschland stets zunehme. Trotzdem würden etliche Milliarden für Rüstung und Krieg ausgegeben. Er stellte fest: Die Probleme, die es auf unserer Erde gibt, seien nur zivil zu lösen. Dafür müsse man das Militärische stoppen - "und zwar überall!" Um dieses Ziel zu erreichen, müsse sich eine große gesellschaftliche Mehrheit zusammenfinden. Erst recht, wenn es noch keine politischen Mehrheiten für dieses Ziel gebe. Er schloss seine Rede mit den Worten Che Guevaras:

"Seien wir realistisch, verlangen wir das Unmögliche!"

Westermann erinnerte an den historischen Hintergrund des 1. Septembers. Vor diesem gelte es, das Bekenntnis zu Frieden, Demokratie und Freiheit immer wieder zu erneuern: "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!" Er verwies auf die sozialen Probleme und gesellschaftlichen Nöte, vor denen die horrenden Rüstungsausgaben besonders pervers erschienen: ein massiver Investitionsstau in den Bereichen Verkehr, Gesundheit, Bildung und Wohnungsbau. Und "während der Militäretat auf 37 Milliarden Euro, also um fünf Prozent erhöht wurde, wurde der Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger von 409 auf 416 Euro erhöht, also um nur 1,7 Prozent.", so Westermann.

Als friedenspolitisch aktiver Kreisverband danken wir dem Bremer Friedensforum und werden uns auch in Zukunft für eine friedliche Welt einsetzen.

Transkripte der vollständigen Reden sind unter folgenden Links zu finden:

https://www.friedenskooperative.de/antikriegstag2018/reden/wolfgang-lemb-bremen

https://www.friedenskooperative.de/antikriegstag2018/reden/markus-westermann-bremen