100 Euro sollen künftig laut Wirtschaftsressort jene Fluggesellschaften zahlen, die ihre Flieger nach 22.30 Uhr auf dem Bremer Airport landen oder starten lassen wollen. Die Summe soll sich auf bis zu 500 Euro erhöhen, wenn Luftbewegungen nach Mitternacht erfolgen. „Mit 100 bis 500 Euro Zusatzgebühr verringert der Senat nicht die Nachtflüge über Bremen. Über diese extrem niedrige Abgabe lachen doch die Fluggesellschaften und fliegen weiter munter in die Nacht hinein“, meint Michael Horn, Fraktionssprecher der LINKEN im Beirat Huchting, zur Neuregelung.
In Huchting sind 29.000 Einwohnerinnen und Einwohner von der Flugbelastung betroffen, darunter 1.600 Kinder unter sechs Jahren und 3.600 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 18 Jahren. „Gerade im Kleinkindalter benötigen die Knirpse viel Schlaf. Wenn diese Phase durch Lärm unterbrochen wird, ist dies für ihre Entwicklung nicht gerade förderlich. Und auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen ihre Nachtruhe, wenn sie tags darauf Leistung erbringen müssen. Bei einem LKW-Fahrer kann das beispielsweise schon lebensgefährlich werden, wenn er übermüdet auf der Autobahn unterwegs ist“, kritisiert der Kommunalpolitiker und fordert eine deutliche Anheben der Strafgebühren. „Nur dann überlegen sich die Airlines genau, ob sie ihre Flugzeuge zwischen 22.30 Uhr abends und 6.30 Uhr morgens bewegen.“
Einwohnerzahlen Huchting: www.statistik-bremen.de/tabellen/kleinraum/stadt_ottab/124.htm