21. Februar 2018

Mehr Personal – aber wie?

In Bremens Krankenhäusern werden die Betriebsräte und Mitarbeitervertretungen gewählt. Wir wollen das zum Anlass nehmen, an unsere Forderungen zu erinnern. Sprecht eure Kandidat*innen doch einfach mal darauf an!
Laut ver.di fehlen mindestens 1600 Stellen in Bremens Krankenhäusern.

  • Was möchtest du tun, um den Personalmangel zu bekämpfen?
  • Bist du für eine gesetzliche oder tarifliche Personalbemessung?
  • Wenn ja, welche Maßnahmen möchtest du ergreifen, um eine solche zu erreichen?
  • Immer mehr Kolleg*innen beklagen sich, dass die Arbeit in der Nachtschicht alleine nicht zu bewältigen ist. Wie stehst du zu der Sofortmaßnahme „Keine Nacht allein“, und welche Möglichkeiten siehst du, das durchzusetzen?
  • Krankenhäuser stehen unter enormem ökonomischen Druck. Wie könnte man diesen überwinden?
  • Wie kann verhindert werden, dass unter diesem ökonomischen Druck die Interessen von Patient*innen und Beschäftigten unter die Räder geraten?
  • Wie stehst du zu der Forderung, dass das Gesundheitssystem in öffentliche Hand gehört?
  • Bist du für die Rekommunalisierung privatisierter Häuser und ausgegliederter Bereiche?

Wer wir sind und was wir wollen:

Auf der Grundlage einer Befragung in 200 Krankenhäusern im Jahr 2013 hat ver.di errechnet, dass 162.000 Stellen in den Krankenhäusern bundesweit fehlen, davon allein 70.000 im Pflegebereich. Von dieser Entwicklung waren und sind die Krankenhäuser in Bremen auch nicht ausgenommen. Wir, ein bunter Haufen von Krankenhausbeschäftigten, Pflegekräften, potentiellen und tatsächlichen PatientInnen, GewerkschafterInnen und AktivistInnen, wollen diesen Zustand nicht länger hinnehmen. Wir wollen gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen in den Bremer Krankenhäusern erreichen, dass auf allen Stationen und Abteilung die Arbeitsbelastung endlich wieder auf ein erträgliches Maß reduziert wird. Dies kann nur dann erreicht werden, wenn es überall verbindliche Personalmindeststandards gibt. Deswegen fordern wir endlich eine gesetzliche Personalmindestbemessung!

Das Bremer Bündnis möchte mit seinen Aktivitäten an die erfolgreiche Auseinandersetzung in der Berliner Charité sowie an Bewegungen von Pflegekräften in ganz Deutschland anknüpfen. Überall begehren Pflegekräfte gegen ihre Arbeitsbedingungen auf, welche sowohl für sie als auch für die ihnen anvertrauten Patient*innen mehr und mehr zu einer Gefahr werden. In vielen Bereichen ist selbst die Grundversorgung der Patient*innen kaum noch zu gewährleisten, Grundtätigkeiten wie das Stellen von Medikamenten erfolgt unter Zeitdruck und Stress und die Infektionsgefahr für Patient*innen nimmt stetig zu, weil nicht einmal mehr für die hygienische Händedesinfektion Zeit bleibt.

Gesundheit ist ein Menschenrecht, keine Ware!
Für mehr Personal im Krankenhaus!

Der ganze Aufruf hier