27. April 2017

Finissage zur Fotoausstellung am 8. Mai 2017 – 19 Uhr im Linkstreff Neustadt – Buntentorsteinweg 109

Nie wieder Krieg? Damals wie heute - Faschismus bekämpfen

Am 8. Mai 2017 jährt sich zum 72ten Mal der Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus und die Beendigung des 2. Weltkriegs. Der Sieg der Alliierten über den deutschen Faschismus beendete millionenfaches Morden, das Leiden und die Verfolgung Andersdenkender, Andersglaubender, Anderslebender.Der 8. Mai ist als Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs sowohl antifaschistischer Gedenktag für Demokratie, Humanität und Toleranz als auch Tag der Mahnung vor Krieg als Mittel der Außenpolitik.

"Nie wieder Krieg - Nie wieder Faschismus!" - so lautet der Schwur von Buchenwald. Dieser Schwur ist aktueller denn je. Für uns bedeutet die Erinnerung an den 8. Mai 1945 daher stets auch, dafür einzutreten, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf. Am Ende der Neustädter Antikriegsausstellung „Nie wieder Krieg?“ und der Vortragsreihe im Begleitprogramm wollen wir mit der Finissage daran erinnern, dass der Schoß, aus dem Nazideutschland, Krieg und Zerstörung erwuchsen, noch immer fruchtbar ist.

Die gewaltsamen Übergriffe auf Geflüchtete, die Morde des NSU, die Aufmärsche von Nazis und Pegida und die Aussagen aus den Reihen der AfD erinnern uns daran, dass der Nährboden für faschistische Ideologie wieder an Boden gewinnt.  In Frankreich zeigten zuletzt die Zustimmungswerte für den rechtsextremen ‚Front National‘ und seine Galionsfigur Marine Le Pen, dass europaweit Parteien mit rechten Parolen an Einfluss gewinnen und das politische Klima nach rechts verschieben.

Mit einer politisch-kulturellen Abschlussfeier mit kaltem Buffet wollen wir die Ausstellung beenden und uns darüber austauschen, wie der rechten Gefahr und Wiederbelebung faschistischer Ideologie wirkungsvoll begegnet werden kann.

Begrüßung und Moderation der Finissage:
Doris Achelwilm, Bremer Spitzenkandidatin der LINKEN. zur Bundestagswahl 

Redebeitrag von
Dr. Wolfram Grams, Schulleiter: „Rechtspopulismus auf dem Vormarsch?“

Musik und Agitprop: Bremer Buchtstraßenchor, Roter Pfeffer - Antikriegslieder von Brecht, Dessau, Eisler

Kreisverband DIE LINKE. – Links der Weser
V.i.S.d.P.: Wilfried Schartenberg, KV DIE LINKE. Links der Weser, Buntentorsteinweg 109, Bremen
                                                                     
This song is by Kurt Tocholsky, vertont von Hanns Eisler, gesunden von Ernst Busch

Der Graben

Mutter, wozu hast du deinen aufgezogen?
Hast dich zwanzig Jahr' mit ihm gequält?
Wozu ist er dir in deinen Arm geflogen
Und du hast ihm leise was erzählt?
Bis sie ihn dir weggenommen haben -
Für den Graben, Mutter, für den Graben!
Für den Graben, Mutter, für den Graben!

Junge, kannst du noch an deinen Vater denken?
Vater nahm dich oft auf seinen Arm
Und er wollt' dir einen Groschen schenken
Spielte mit dir Räuber und Gendarm!
Bis sie ihn dir weggenommen haben -
Für den Graben, Junge, für den Graben!
Für den Graben, Junge, für den Graben!

Drüben die französischen Genossen
Lagen dicht bei Englands Arbeitsmann -
Alle haben sie ihr Blut vergossen
Und zerschossen ruht heut' Mann bei Mann!
Alte Leute, Männer, mancher Knabe
In dem einen großen Massengrabe -
In dem einen großen Massengrabe!

Seid nicht stolz auf Orden und Geklunker -
Seid nicht stolz auf Narben und die Zeit!
In die Gräben schickten euch die Junker
Staatswahn und der Fabrikanten Neid
Ihr wart gut genug zum Fraß für Raben -
Für das Grab, Kamraden, für den Graben!
Für das Grab, Kamraden, für den Graben!