21. August 2017

LINKE diskutiert über Inklusion

Seit 2009 gibt es in Bremen einen Inklusionsanspruch im Schulgesetz. Das Ziel ist ein gemeinsamer Schulunterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen, ungeachtet auch ihrer Weltanschauung, Religion oder sozialer und kultureller Herkunft.

Aber es hakt an der Umsetzung: LehrerInnen sehen sich überfordert, Eltern haben den Eindruck, dass ihre Kinder nicht angemessen gefördert werden. SchülerInnen fühlen sich gestresst und oft allein gelassen. Jahrelang permanent fortgesetztes Sparen im Bildungsbereich, das Schließen der Fördereinrichtungen bei gleichzeitig fehlender Ausstattung der Schulen mit zusätzlichen Sonderpädagog*innen und Assistenzkräften, und die knappe Ausstattung mit Differenzierungsräumen führen zu massiven Problemen.

Sebastian Rave, Direktkandidat der LINKEN im Wahlkreis Bremen I: „So, wie die Inklusion derzeit organisiert wird, ist sie zum Scheitern verurteilt. Der Senat scheint Inklusion als Sparmodell zu begreifen. Inklusion ist aber Menschenrecht, und alle haben ein Recht auf eine gute Bildung. Dafür braucht es mehr Sonderpädagog*innen, kleinere Klassen, und endlich ein Ende bei der Trennung der Schüler*innen nach vermeintlicher Leistungsfähigkeit.“

Der Kreisverband Links der Weser der LINKEN. Bremen lädt zu einer Podiumsdiskussion mit Sebastian Rave (Direktkandidat DIE LINKE. Bremen), Christian Gloede (Sprecher der GEW Bremen), Dagmar Grams (Dipl. Päd. Bildungsreferentin) und Maike Hoffmann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Uni Vechta) ein. Die Veranstaltung findet am 23. August um 19:00 in der Zionsgemeinde in der Kornstraße 31 statt.

Pressekontakt:
Sebastian Rave: 0179/9636840   /   sebastian.rave@dielinke-bremen.de