20. Mai 2017

Grüner "Kettensägensenator" will wieder Bäume fällen!

Fotos: W. Meyer

„Hochwasserschutz- das geht auch mit Platanen“, das sagt unser Beiratsmitglied und Mitbegründer der BI Platanen am Deich Wolfgang Meyer. Selbst nach den Plänen des Generalplans Küstenschutz können die meisten Platanen stehen bleiben.

Die BI fordert den Senator auf, nun auch ein Hydronumerisches Gutachten über den Bereich zu erstellen. "So kann man berechnen, wie sich Veränderungen am Flusslauf auf die Hochwasserstände auswirken", meint Meyer. Ein solches Gutachten sei bei solchen Deichbauprojekten normalerweise üblich. "Dann kann man sehr wahrscheinlich alle Platanen erhalten."

Laut dem Kommunalpolitiker sei zudem auch versäumt worden zu prüfen, ob eine binnenseitige Spundwand unter dem Erhalt der Bäume möglich ist. "Die Bäume sind stadtbildprägend, sie haben eine immense Bedeutung für die Filterung der Luft und als Lärmschutz." Neupflanzungen bräuchten Jahrzehnte um eine annähernde Wirkung zu erbringen. Die Bäume böten zudem Fledermäusen ein Zuhause. "Die Neustadt braucht keine sechs Meter breite Promenade. Der Verzicht auf diese Promenade würde den Erhalt der Bäume ermöglichen", meint der Linksppartei-Politiker. Zudem würde die Neustadt die entsprechen unten eingesparten Meter oben gewinnen. Diese Fläche sei für die Bürger*innen für die Erholung viel wichtiger als eine breite Promenade.

Die Behauptung, das die Bäume so krank seien, dass man sie nicht erhalten kann, sei für Meyer einfach gelogen. "Der Masssaria Pilz ist, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, kein Grund Platanen zu fällen. Ältere Bäume brauchen natürliich mehr Pflege und daher mehr Geld. Entsprechend hat die Grüne Finanzsenatorin dem Grünen Bausenator eine noch größere und schnellere Kettensäge spendiert damit er noch mehr alte Bäume fällen kann. Hoffen wir nur, das wir keinen Grünen Gesundheissenator bekommen, denn auch alte Menschen benötigen mehr Pflege und das kostet bekanntlich...", so das Beiratsmitglied abschließend. [Red.]