15. März 2018

Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes gehen in die zweite Runde - ganztägige Warnstreiks in Bremen und Nordniedersachsen

Insbesondere die Forderung nach einem Mindestbetrag wird ungebrochen abgelehnt. Kornelia Knieper, ver.di-Pressesprecherin: „Gerade mit unserer Forderung nach einem Mindestbetrag von 200 Euro kann die Einkommenssituation vieler Beschäftigte verbessern! Die Ansicht der Arbeitgeberseite, hiermit würden falsche Prioritäten gesetzt, ist unverschämt und macht Beschäftigte in den unteren und mittleren Einkommensgruppen wütend.“

„Sich über Fachkräftemangel in der Pflege zu beklagen, und den Beschäftigten in den kommunalen Kliniken noch nicht einmal den regulären Nachtzuschlag zu gönnen, ist für mich völlig unverständlich“, so Gewerkschaftssekretär Jörn Bracker.

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben ein Recht, an wirtschaftlichem Wachstum und steigender Produktivität teilzuhaben. Das Geld ist da: Seit 2015 nehmen Bund, Länder und Kommunen insgesamt mehr ein, als sie ausgeben. So wurde für 2017 ein Überschuss von über 38 Milliarden Euro erreicht. Für 2018 und 2019 sagen Wirtschaftsinstitute 45 bzw. 50 Milliarden vorher.

Beschäftigte der Kreissparkasse, Verwaltung, Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Kommunale Klinken, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, und viele mehr im Landkreis Verden werden am 16.03. zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Die Demonstration wird um 10 Uhr am Kreishaus Verden beginnen, nach einem Demonstrationszug entlang der Lindhooper Straße zum Rathaus führen. Dort wird bis 12 Uhr eine Kundgebung stattfinden.

ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.