30. September 2017

Parallele Straßenvollsperrung und Schienenerneuerung in Huchting – Wer denkt sich solche Zeitpläne aus?

Symbol-Foto. Bild-Quelle: www.pixabay.com/de/verkehr-transport-stau-autobahn-2251530/

Wer an diesem Wochenende von beziehungsweise nach Huchting will, muss Geduld haben. Wegen des Brückenneubaus über der B75 Heinrich-Plett-Allee ist die Bundesstraße mehrere Tage voll gesperrt. Zeitgleich wird am Roland Center die Wendeschleife der Tram erneuert. Deshalb verkehren zwischen Huchting und der Innenstadt keine Straßenbahnen mehr, die BSAG setzt Ersatzbusse ein. Da sich am heutigen Samstag die B75 zwischen den Anschlussstellen A281 und Heinrich-Plett-Allee tagsüber fast komplett staute und in Huchting selbst ein stark erhöhtes Verkehrsaufkommen an den Ausfallstraßen gab, war es nicht einfach, in den südlichsten Stadtteil Bremens reinzukommen, beziehungsweise diesen zu verlassen. Busse standen auf der Bundesstraße im Stau und verspäteten sich daher erheblich.

„Es ist nachvollziehbar, dass es bei einem Brückenneubau zu Verkehrsbehinderungen und temporäre Straßensperrungen kommt. Es ist auch verständlich, dass Straßenbahnen nicht fahren können, wenn Schienen ausgetauscht werden. Aber muss beides zeitgleich an einem einzigen Wochenende erfolgen“, fragt sich Michael Horn.

„Man muss kein ausgewiesener Experte sein um zu wissen, dass bei dieser Verkehrssituation die Straßen in Richtung Huchting beziehungsweise im Stadtteil selbst dicht sind“, so das Beiratsmitglied der LINKEN in Huchting. Der Linkspartei-Politiker kritisiert, dass die zuständige Behörde den Zeitplan für diese beiden Baustellen offenbar genehmigt hat. „Wenn man Huchting während der B75-Vollsperrung auch mit der Straßenbahn hätte erreichen können, dann wäre die Verkehrssituation im Süden Bremens entspannter gewesen.“ Horn fordert, dass zukünftig solche Bauaktivitäten innerhalb einer Region koordiniert werden und gegebenenfalls zeitversetzt stattfinden. „Da muss besser geplant werden!“

Der Kommunalpolitiker erinnert daran, dass die Verkehrssituation im Stadtteil immer dann kritisch ist, wenn es sich auf der A1 oder B75 mal wieder staut. „Es wäre hilfreich, wenn man dann Huchting nicht nur über die Tram, sondern auch über die Regionalbahn erreichen könnte. Der Senat sollte daher ernsthaft überlegen, ob Huchting nicht wieder ein Bahnhof bekommt“, regt Horn abschließend an. 

Quelle: http://www.dielinke-bremen-linksderweser.de/politik/aktuelles/detail/artikel/parallele-strassenvollsperrung-und-schienenerneuerung-in-huchting-wer-denkt-sich-solche-zeitplae-1/