22. April 2018

Kundgebung gegen AFD auf dem Bremer Marktplatz

Rede von Sebastian Rave auf der Anti AFD Kundgebung am 17.4.2018  auf dem Bremer Marktplatz:

Wir machen hier zum vierten Mal deutlich, dass wir den scheiss Rechtspopulismus, den Rassismus, die Islamfeindlichkeit, die Heuchelei von wegen Frauenmarsch bei gleichzeitigem Antifeminismus der AfD nicht akzeptieren. Nicht auf dem Marktplatz, nicht in Bremen, nirgendwo!

Die AfD ist rassistisch und nationalistisch. Die AfD ist außerdem noch extrem neoliberal. Sie will die Steuern für Reiche senken, sie will, dass wir länger arbeiten sollen und später in Rente gehen. Sie will Abtreibungen und damit das Selbstbestimmungsrecht für Frauen einschränken. Sie tut so, als wäre sie eine Protestpartei. Aber ihre Führungsspitze besteht aus Ex-CDU-Stahlhelmen, Wirtschaftsberatern,
Unternehmern, Adligen.  Ihre Politik verspricht keine Verbesserung, sondern nur noch weitere Verschlechterungen.

Rechtsradikale, Faschisten und Nazis fühlen sich von der Hetze der AfD bestätigt. Sie wollen in die Tat umsetzen, was die AfD propagiert: Moslems und Geflüchtete loswerden. Sie schrecken dabei vor nichts zurück. Heute morgen ist ein Rechtes Terrornetzwerk ausgehoben worden.
Es gab Hausdurchsuchungen auch in Bremen. Dabei wurde auch Sprengstoff gefunden.  Die Terrorgefahr in Deutschland ist real. Die größte Gefahr geht hier aber nicht von Islamisten aus, sondern von Rechten. Deswegen müssen wir deutlich machen, dass für Rechte Hetze keinen Platz ist.

Am 5.5. will die AfD in Delmenhorst einen sogenannten Frauenmarsch durchführen. Schreibt euch den Termin in eure Kalender, denn wir werden an dem Tag deutlich machen: Die AfD wird nirgends unwidersprochen ihren Rassismus und ihre Menschenfeindlichkeit propagieren können.

Der Rassismus ist ein Mittel, die Menschen aufeinander zu hetzen. Statt gemeinsam für Verbesserungen zu kämpfen, sollen sie gegeneinander kämpfen.  Statt Immobilienspekulation für hohe Mieten verantwortlich zu machen, sollen Geflüchtete Schuld daran sein, dass es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt.  Statt gegen Arbeitgeber vorzugehen, die Niedriglohn zahlen, sollen Geflüchtete Schuld daran sein, dass sie als Lohndrücker missbraucht werden.  Nicht Krieg und Klimawandel, sondern die angebliche Islamisierung sollen das Problem sein.  Wir lassen uns nicht verarschen. Das Problem ist nicht der Islam. Das Problem ist der Kapitalismus.

Deswegen hat sich ein Bündnis gegründet, das am 1. Mai mit einem antikapitalistischen Jugendblock gegen prekäre Arbeitsbedingungen, Rassismus und ein System demonstrieren will, dass ständig versucht uns zu spalten. Kommt mit in den Antikapitalistischen Jugendblock am 1. Mai!

Halten wir zusammen. Solidarität!

Quelle: http://www.dielinke-bremen-linksderweser.de/politik/aktuelles/detail/artikel/kundgebung-gegen-afd-auf-dem-bremer-marktplatz/